Kalter Wind in Genua

Ein Kriminalroman von Bruno Morchio

Bacci Pagano, Privatdetektiv in den engen Gassen der Altstadt Genuas hat mehrere Liebschaften: vorzügliches Essen, Musik von Mozart und die Literatur.

Der erste Satz
Der Plakatierer der Affissioni Comunali spuckt auf den Boden und wischt sich mit dem freien linken Unterarm über den Mund.

Das Buch
Ein Attentat auf einen Ministerpräsidenten ist ein brisanter und höchst unangenehmer Fall, selbst für den Alt-68er Bacci Pagano. Der etwas heruntergekommene Privatdetektiv hat sich diesen Auftrag aber auch nicht ausgesucht. Er kann sich gar keinen Fall aussuchen. Im Gegenteil, Pagano benötigt jedes Geldstück, das er kriegen kann, um zu überleben. In den alten Gassen Genuas lässt sich als Privatdetektiv gerade so viel verdienen, dass er seinen Leidenschaften und Laster nachgehen kann, der Musik Mozarts und der Literatur, sowie gutem Essen. Bis ihn zwei Aufträge völlig aus der Fassung bringen. Eine industrielle Adelsfamilie bittet Ihn um Hilfe. Es geht um eine Menge Schwarzgeld und verbotene Liebesspiele. Gleichzeitig wird er beauftragt, ein aus einem Radio-Studio geklautes Gewehr zu finden. Ein vermeintlich Verrückter versucht damit ein Attentat auf den Ministerpräsidenten zu begehen. Der Vicequestore Commissario Salvatore  Pertusiello und Bacci Pagano könnten die Füße stillhalten, ist doch die Politik Italiens korrumpiert und einer schlimmer als der andere. Doch die Wahrheit lässt Pagano nicht kalt. Er beginnt tiefer und tiefer in der verworrenen Geschichte zu graben, um Licht ins kühle, muffige Dunkel von Genuas Verbrechen zu bringen. Doch für Pagano wird die Luft immer dünner. Denn es weht ein kalter, eiskalter Wind durch Genua.

Der so gar nicht stolze italienische Privatdetektiv Pagano ist eigentlich zu bemitleiden. Doch treiben Ihn eben nicht der Stolz und das Rechtssystem an. Paganos purer Überlebenswille lässt den humorvollen, zuweilen nostalgischen Pessimisten ermitteln. Pagano nimmt den Leser unfreiwillig mit, auf eine Reise durch die widerwärtigen Gassen und schmutzigen Viertel Genuas.
Wunderbar ‚frei‘ von Klischees geschrieben begeben sich Morchio und seine Romanfigur Pagano auf die Sinn- und Wahrheitssuche.

Der Autor
Bruno Morchio, geboren 1954, lebt und arbeitet in seiner Heimatstadt Genua als Autor, Psychologe und Psychotherapeut. Bisher hat er sechs Romane mit dem Genueser Privatdetektiv Bacci Pagano veröffentlicht, die in Italien äußerst erfolgreich sind. Gefragt nach seinen literarischen Vorbildern, nennt Morchio gerne drei Autoren: Vázquez Montalbán, Izzo und Chandler.

Erschienen im Unionsverlag
2008

3293003745

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