Mit Literatur im Schnee baden

Bücher für die kalte Jahreszeit

Erste Schneeflocken schweben vom Himmel. Es wird Winter. Natürlich erst nach dem Heiligabend, 24. Dezember. Plötzlich liegen wir also begraben von Schneemassen in unseren Betten oder auf sonstigen Canapes und Sofas und versuchen die Zeit mit Film- und Fernsehen, Reden, Trinken oder eben mit Literatur totzuschlagen.
Wobei ich letzteres sehr empfehlen kann. Mit ein paar Lese-Vorschlägen kann es dem ein oder anderen vielleicht wohlig werden, das Verkriechen, unter den vielen Decken. Ich mache mich jedenfalls an mein nächstes Buch um damit im Schnee zu baden…
Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Gerard Donovan – Winter in Maine (Luchterhand)
Er wuchs ohne Mutter aber mit der Sprache von Shakespeare auf. Zurückgezogen lebt Julius Winsome mit seinem Hund Hobbes in einer alten Hütte. Doch das tragische Schicksal von Julius beginnt erst, als ihm eben Hobbes, sein letzter treuer Begleiter, durch einen tödlichen Schuss geraubt wird. Alleine und nichts zu verlieren schwört Julius bittere Rache…


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David Guterson – Schnee, der auf Zedern fällt (Hoffmann und Campe Verlag)
Ein grosses Buch – der Fischer Carl Heine wird 1954 Tod aus dem Wasser geborgen. Verhaftet und für den Mord verantwortlich gemacht wird sein Kollege, der japanischstämmige Lachsfischer Kazuo Miyamoto. Der Journalist Ishmael Chamber soll über den Fall berichten, glaubt aber an die Unschuld des Mannes. Zwiegespalten – trifft er doch auf seine Jugendliebe, die jetzige Frau von Miyamoto – und durch die Interessen der Politik beeinflusst versucht Chambers auf Kurs zu bleiben.
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Thomas Glavinic – Das größere Wunder (Hanser Verlag)
Jonas begibt sich auf eine Reise, nicht nur auf die Expedition zum Gipfel des Mount Everest, sondern zu sich selbst. Er lässt sein zuerst sorgenfrei erscheinendes und dann doch erschütterndes Leben Revue passieren. Töricht ist er gewesen. Und dann ist da noch Marie.
„…Das Bizarre wird hier zur Normalität, die letzten Gewissheiten schwinden, nur der Drang nach Leben bleibt unstillbar.“
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A.D. Miller – Die eiskalte Jahreszeit der Liebe (S. Fischer Verlage)
Zügellos kostet der Londoner Anwalt Nick sein Dasein in Moskau aus – Sex, Drogen und Dekadenz. Die Moskauer Nobelcubs haben für einen jungen Mann so einiges zu bieten. Aber dann trifft Nick auch noch auf Mascha, die Frau seines Lebens – so denkt er und merkt nicht wie schnell und tief man sinken kann, in dunklen, eisigen Moskauer Winter-Nächten.
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Jan Costin Wagner – Im Winter der Löwen (Eichborn)
Ein Kriminalroman. Schauplatz Finnland. Der junge Kommissar Kimmo Joentaa ermittelt in der raffgierigen und überaus selbstverliebten Medien- und TV-Branche. Zwei Leichen, die zu Lebzeiten noch Gäste in der Talkrunde des Starmoderators Kai-Petteri Hämalainen waren und der Mordanschlag auf denselbigen lassen Joentaa keine Ruhe. Die Suche nach einer Verbindung beginnt und der Kommissar muss schnell über sich hinauswachsen, sonst reißen ihn die Löwen…
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Stewart O’Nan – Letzte Nacht (Rowohlt)
In einem Restaurant der Kette Red-Lobster geht alles seinen gewohnten Gang. Bis zur Schließung nur noch die letzte Nacht bevorsteht. Das Leben, sowohl von Manny dem Leiter des Ladens, als auch der Angestellten, wird sich für immer verändern.
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Jón Kalman Stefánsson – Der Schmerz der Engel (Piper Verlag)
Jens ist der Postmann. Er reitet bei eisiger Kälte durch die naturgewaltige Kulisse Islands. Auf seinem nächsten Ritt wird er nicht alleine sein. Der Junge, der Shakespeare’s Othello zitieren kann, wird ihn begleiten. Eine Reise, bei der man nur dem leibhaftigen Tod begegnen kann…
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2 comments

  1. Mandy sagt:

    „Das größere Wunder“ habe ich geliebt. „Die eiskalte Jahreszeit der Liebe“ mochte ich weniger. War mir mit zu viel Klischee behaftet. Aber vielleicht hat der Autor damit auch gar nicht so unrecht. Donovan passt im Winter natürlich. Ebenso sein Debütroman „Ein bitterkalter Nachmittag“. Was auch noch in diese Liste passen würde, ist „Das finstere Tal“ von Thomas Willmann. 😉

    In diesem Sinne: Frohes Neues!

    • Felix Wegener sagt:

      Hey Mandy, den Debütroman von Donovan „Ein bitterkalter Nachmittag“ muss ich lesen! Danke Dir für den Tipp. Und „Das finstere Tal“ ist ein unfassbar tolles Buch. Liebeskind sei Dank, dass ein solch geniales Buch entdeckt worden ist. :-)

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